- P2P-Economy -
Seit ein paar Tagen geistert ein Wort durchs Internet, das die Großen der Wirtschaftswelt aufhorchen lässt. Ein Begriff, der sich in den entsprechenden Reihen quasi in sich selbst erklärt: P2P-Economy, und in seiner Bedeutung durch simple Logik Gutes fairheißt.
Es sei denn, man zählt zu den Wenigen, die von der aktuellen Finanz-Krise profitieren, denn denen lässt die Idee, die hinter der P2P-Economy steckt einen eisigen Schauer durch die Knochen fahren. Sie sehen ihre Felle schwimmen, das Ende naht!
Für alle die mit dem Wort so nichts anfangen können; es geht um folgendes:
In der Computersprache steht „P2P“ für eine Direktverbindung zwischen mehreren Computern, ohne dass ein Server zwischengeschaltet ist. Emule oder Skype sind Programme, die auf dieser Basis arbeiten. Gewünschte Daten werden direkt von allen verfügbaren angeschlossenen Rechnern kopiert, nicht von einem einzelnen Server. Peer-to-Peer nennt man das dann, oder eben kurz: P2P.
Analog zu diesen „P2P-Netzwerken“ entstand die Idee, dass man das was man gewohnt ist, gegen Geld z bekommen -Waren, Informationen und Fähigkeiten- ebenso P2P – Person-to-Person – umverteilen könnte. So stünde jedem die ganze Welt zur Erfüllung persönlicher Bedürfnisse zur Verfügung, rein private Dienstleistung zwischen Angebot und Nachfrage.
Viele Künstler praktizieren das seit ein paar Jahren, der Trend zeigt eindeutig auf „Cut Out The Middleman“ – Nimm den Vermittler raus. Warum Plattenvertrag, wenn man seine Musik heute ohne den geringsten Aufwand auf der eigenen Wbseiteim Internet an den Mann/die Frau bringen kann? Ein wenig Geduld und Ausdauer, und man kommt an alles was man braucht um weiter zu kommen.
An der Stelle wird deutlich, warum das Thema so brisant ist:
Wir reden davon, als Völker den jeweiligen Staat als Mittelmann nicht mehr zu brauchen, und das ist natürlich nicht im Interesse derer, die seit so langer Zeit so viel Aufwand betrieben haben, es nicht dazu kommen zu lassen, dass genau das passiert.
Finden die Menschen einen Weg aus dem Finanz-System, sind sie vom Geld nicht mehr abhängig, werden eigenständig, fangen an ihr volles Potential zu nutzen und finden schnell heraus, dass sie niemanden brauchen der alles für sie bestimmt. Und über solche Menschen kann man keine Macht mehr ausüben, weil sie schnell auf Augenhöhe kommen. Genau wie im Internet, auf den nicht kommerziellen Seiten kann man immer wieder die Erfahrung machen, dass es ums sich gegenseitig Dienen und gemeinsam weiter kommen geht, nicht um gegenseitige Abzocke.
Ganz besonders interessant wird das Thema an der Stelle an der es heißt: „In der P2P-Economy gibt es keine Schwarzarbeit“. Für Millionen HartzIV-Betroffene dürfte es eine erfreuliche Nachricht sein zu hören, daß sie in der P2P-Economy ihr volles Potential nutzen dürfen, ihre Waren, Informationen und Fähigkeiten nicht nur da zum Einsatz bringen können, wo es ihnen ein besteuerter Arbeitsvertrag erlaubt, sondern jeden Tag alles überall. In einer P2P-Gesellschaft geht es darum, dass diese Gesellschaft durch alle frei getragen wird.
Bedeutet im Klartext:
Jeder kann frei zur Verfügung stellen, was er kann und geben kann, und kommt dafür frei an alles andere, was zur Verfügung gestellt wird. Eine absolut flüssige Umverteilung von Waren, Informationen, Fähigkeiten. Es besteht innerhalb einer solchen Gesellschaft kein Grund mehr für Sehnsucht, Kriminalität, Neid, Eifersucht, Habgier, Hunger, Krieg. All das entsteht nur durch das kontrollierte Zurückhalten benötigter Dinge.
Der maßgebliche Unterschied zwischen dem gängigen Finanz-System und der P2P-Economy ist, dass die P2P-Economy nicht auf Kosten von irgendwem funktioniert. Ok, auf Machtspielchen muss man verzichten, aber bewegt man sich erst einmal in einem P2P-Umfeld, merkt man, dass das auch so ziemlich alles ist, worauf man verzichten muss. Durch einen familiären Umgang miteinander kann man sich leicht aus dem mit viel Fleiß antrainierten Besitzdenken lösen, das das Mangeldenken überhaupt erst ermöglicht. Man erkennt schnell, das beide ein Jin und Yang bilden, zwei Seiten einer Pille, und die Pille ist nicht gut für uns. Sie macht uns krank, süchtig, aggressiv und gefährlich. Egal ob wir haben oder nicht, ständig gibt es Dinge die fehlen, vor allem wenn es m solche geht, die man für Geld gar nicht kaufen kann: Eigenständigkeit, Unabhängigkeit, Freunde, Geborgenheit, Wissen, Liebe, grenzenlose Freiheit. Zu allem was man im Finanz-System so kaufen kann steht einem in einem P2P-Umfeld auch all das zur freien Verfügung.
Keiner kommt mehr zu kurz, und das vor allem weil sich jeder durch die Dinge die er kann oder hat, und die ihm Spaß machen, dem Umfeld dienlich machen kann. In einem solchen Umfeld VERdient man nicht mehr, sondern man dient wieder. Und wird dafür vom ganzen Umfeld bedient. Einen höheren Lohn gibt es nicht. Und es ist so simpel daß man es nicht glauben möchte.
Sollte man auch nicht. Glauben erweckt Zweifel, auch hier wieder eine uns nicht dienliche Jin/Yang-Pille.
Aber man kann es erleben, es erfahren, lernen und wissen. Und das kostet keinen Cent, nichts, was man nicht hätte und geben müsste, sondern lediglich ein paar Gedanken, und das Interesse daran, sich ein solches Umfeld aufzubauen, in dem man sich einfach familiär fairhält. Es gibt bereits im Internet genügend Gruppen, die sich in diesem Interesse zusammen gefunden haben, und die sich über jeden einzelnen freuen, der dazu kommt.
Das wirklich Beruhigende an der Ganzen Sache ist:
Um das P2P-System langsam in unseren Alltag einzubauen, ist nichts weiter nötig als sich innerlich von seinem Besitz zu lösen (was nicht zwangsläufig bedeutet daß irgendwer sich von irgendwas physisch trennen müsste), und allen wie im familiären Kreis alles was man bieten kann ohne dabei auf irgendwas verzichten zu müssen anzubieten. Und nicht vergessen zu sagen wenn man selbst bei irgendwas Hilfe gebrauchen könnte. Und zack – ist man in einem neuen Kreislauf, einem gesunden, einem harmonisch-einheitlichen.
Man braucht keine Erlaubnis von irgendwem, sondern entscheidet nach freiem Gefühl. Und tut damit seinen ersten Schritt in ein selbstbestimmtes Leben. Hilft man den Menschen um sich herum das auch zu tun, findet man sich sehr schnell in einem P2P-Umfeld wieder. Was man gibt kommt zurück. Und das ist nie anders gewesen. Erinnern wir uns an unsere familiären Umgangsformen, wird die Angst vor einer Krise keine Rolle mehr spielen. Und die Profiteure gucken endlich in die Röhre.
Genau deswegen gefällt ihnen die Idee nicht, die von dem Begriff P2P-Economy ausgeht. Sowas sollte doch für immer verhindert werden.. Nu ja, ist was spät, heimlich tun das eh schon alle. Weil’s ja im Kampf gegen Schwarzarbeit verboten ist, sein Potential einfach frei zu nutzen. Dumm ist, wer’s weiter mitmacht…. Weiterverbreitung erwünscht!!

