31
Mär
08

Klopfers Papi

Klopfers Vater aus „Bambi“ ermahnte ihn immer, nichts zu sagen, wenn er nichts freundliches sagen kann.
Das halte ich für einen guten Ansatz, aber nicht ganz sinnvoll. Gerade die unschönen Dinge sind die, die wir am dringendsten wissen sollten. Woher soll ich wissen, daß jemand ein Problem mit mir hat, wenn er es mir nicht sagt? Wichtig ist, daß man sich ausschließlich auf die Informationen konzentriert, und nicht darauf, wie sie verpackt sind (in welchem Ton man sie gesagt bekommt). Nicht alles sollte man persönlich nehmen, aber ich sollte versuchen zu verstehen, was für ein Problem der andere denn eigentlich mit mir hat. Um möglichst schnell eine Lösung finden zu können, damit wieder Frieden einkehren kann.
Auf der anderen Seite kann ich, wenn ich was zu sagen habe, direkt versuchen, dem Anderen die Konzetration aufs Wesentliche zu erleichtern indem ich ihn NICHT mit Vorwürfen, Schuldzuweisungen und Schimpfwörtern ablenke.

Das Gleiche gilt letztlich für alles, was zwischenmenschlich passiert. Taten, Worte, Gedanken…

Das kann man sich in ein paar Richtlinien umschreiben, die dazu beitragen, das Leben um einiges schöner, leichter und vor allem stressfreier zu machen:

Was immer Du denkst, denk es freundlich
Was immer Du sagst, sag es freundlich
Was immer Du tust, tu es freundlich

Behalte diese drei Sätzchen mal einfach ne Weile in Deinem Kopf und denk drüber nach. Du weißt ganz genau, daß das konstruktiver ist, als es nicht so zu machen. Versuch einfach dann, wenn du dran denkst und in eine entsprechende Situation kommst, einfach mal so zu handeln. FREUNDlich. Wie im Umgang mit Deinem besten Freund. Egal, wer da sitzt. Wenn Dein Gegenüber Deinetwegen Frust aufbaut, wird genau dieser Frust Dich irgendwann direkt oder indirekt treffen. Wer sein Umfeld frustriert, muß sich nicht Wundern, wenn der Haussegen schief hängt.
Denke, sprich und handle freundlich, versuchs einfach mal. Ich verspreche Dir, daß Du nicht lange auf Erfolgserlebnisse warten mußt… Fang bei den kleinen Dingen an, erwarte nicht zu viel von Dir. Tu einfach, was du kannst. Du tust eh zu jeder Zeit Dein Bestes. Du kannst gar nicht anders.

Hab Interesse an Deinem Gegenüber. An seinem Wohlbefinden, seinem Glück. Wer glücklich ist, will andere daran teilhaben lassen, sonst hat er noch nicht begriffen, was Glück eigentlich ist. Sorge also dafür, daß es 5 Menschen in Deinem Umfeld gut geht, dann hast du 5 Menschen um dich herum, die ihr Glück mit Dir teilen möchten. Ersetze die Zahl 5 durch 6,5 Milliarden. Oder wasauchimmer gerade aktuell ist.

Ein Tip: Solltest Du mal jemandem gegenüber stehen, der Dir mal gar nicht grün ist und Du einfach keinen Grund findest, warum Du zu dem ### jetzt freundlich sein sollst, nimm einfach diesen: „Weil ich weiß, daß ich mich richtig verhalte. Wie der andere mit meinem Verhalten umgeht, ist jetzt seine Sache, das liegt nicht mehr in meiner Hand. Aber ICH hab mich RICHTIG verhalten!“ Sowas beruhigt schonmal unheimlich und hilft bei trotz aller Bemühungen entstehendem Stress ruhiger und gelassener zu bleiben, weil man ja weiß, daß man dem anderen auf jeden Fall voraus ist. Dann hat man nämlich nicht so viel Angst, zu „verlieren“, und braucht nicht verzweifelt zu kämpfen… Und überdies gehst Du automatisch ganz BEWUSST mit der ganzen Situation um. So lernt man, im Jetzt zu leben.


0 Antworten zu „Klopfers Papi“



  1. Noch keine Kommentare

Eine Antwort schreiben

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.




 

März 2008
M D M D F S S
    Apr »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Archive

Blog Stats

  • 7,787 hits