Demo am 06.11.2010 für ein bedingungsloses Grundeinkommen
Wir haben uns hier heute versammelt um unser Interesse an einem bedingungslosen Grundeinkommen zu demonstrieren. Im Internet finden wir viele Denkanstöße zum Thema, und einen weiteren möchte ich an dieser Stelle nicht verpassen hinzuzufügen:
Um ein bedingungsloses Grundeinkommen zu gewährleisten, brauchen wir eine Quelle, der wir es entnehmen können, nennen wir diese Quelle einfach mal „Topf“.
Uns ist durchaus bewusst, dass wir alle diesen Topf gefüllt halten müssen, wenn wir alle aus dem Topf gefüttert werden sollen. Doch bei der Frage, wie wir das sollen, scheiden sich selbst unter den einigsten BGE-Befürwortern die Geister.
Ich rege daher herzlich dazu an, sich im gleichen Atemzug, in dem man ein BGE fordert, auch ein BBS, ein Bedingungsloses Beisteuern vorzustellen.
Eine Möglichkeit, nicht mehr nur in Form von Geld beizusteuern zu können – oder nicht (Steuern in zahlen) -, sondern mit allem was man geben kann und dahin, wo man selbst es sinnig eingesetzt empfindet. Absolut bedingungslos, frei von Vorgaben, Richtlinien, Moralvorstellungen anderer und vor allem frei von jeglichem MUSS.
Haben wir nicht die Möglichkeit, bedingungslos dafür zu sorgen, dass der Topf gefüllt bleibt und trotzdem alle versorgt sind, werden wir nie ein sicheres BGE ermöglichen können. Unterliegt der Topf einer zentralen Kontrolle, wie bisher dem Staat, ist der Verwaltungsaufwand so groß, das kaum noch jemanden erreicht, was er braucht. Dezentralisieren wir die Kontrolle aber, und geben jedem Beteiligten gleiche Verfügungsmacht über alles, ist keine Verwaltung mehr nötig und die Umverteilung von Waren, Informationen und Fähigkeiten kann im Rahmen gegenseitiger Dienstleistung frei fließen. Ermöglichen wir uns ein solches BBS, haben wir automatisch nicht nur die Möglichkeit für ein BGE geschaffen, sondern darüber hinaus ein bedingungsloses Einkommen.
Als kurzes Beispiel und letzten Denkanstoß zum Thema möchte ich kurz schildern, wie ICH diese Erkenntnis umsetze. Möge der ein oder andere unter Euch was damit anfangen können:
Ich bin Dienstleister, und diene jedem und allem in meinem Umfeld, so wie ich nur kann.Teile Fähigkeiten, Waren und Informationen frei mit allen.
Mache dabei aber nichts, was auch nur im geringsten meine Möglichkeiten übersteigt. Ich brauche auf nichts zu verzichten, was ich behalten möchte, gebe einfach was ich gerade selbst nicht brauche.
Wird etwas gebraucht, das ich nicht bieten kann, kann ich mich dennoch als Dienstleister erweisen indem ich helfe den Richtigen zu finden. Für nichts was ich gebe erwarte ich vom Empfänger eine Gegenleistung. Das brauche ich in der Tat gar nicht.
Denn: der einzelne Empfänger ist nur ein Teil meines einzigen direkten Tauschpartners, nämlich meinem gesamten aktiven Umfeld. Dieses Umfeld als Ganzes unterstütze ich wo ich nur kann. Bedingungsloses Beisteuern, absolut frei. Und dadurch bietet es mir ein bedingungsloses Einkommen. Wenn ich was brauche gebe ich das bekannt, das ist wie eine Bestellung aufzugeben, und es dauert exakt genau seine Weile, bis ich es zur Verfügung habe.
Und das beste ist: Nichts von alledem brauch ich zu besitzen, aber ich darf alles NUTZEN!


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